Pressemitteilung: Finanzminister überschreitet Grenze zur NS-Sprache (07.02.2016)

Finanzminister überschreitet Grenze zur NS-Sprache

In der Bundesregierung macht sich wenige Wochen vor der Wahl Panik breit. So will der Vizekanzler eine sprachliche Nähe der AfD zur NSDAP festgestellt haben, weil diese die Politik einer völlig überforderten Bundesregierung kritisiert hat. Finanzminister Schäuble legte nach und bezeichnete die Funktionäre der AfD als „Rattenfänger“. Der Frankfurter Kreissprecher der AfD Markus Fuchs stellt dazu fest“ „Das ist keine sprachliche Nähe zur NSDAP – das ist O-Ton NSDAP“.

Wer die AfD-Verantwortlichen als Rattenfänger bezeichnet, setzt deren Anhänger und Wähler sprachlich mit Ratten gleich. Diese sprachliche Gleichsetzung von Ratten – als Synonym für Schädlinge – konnte man bislang nur im NS-Hetzblatt „Der Stürmer“ und im NS-Propagandafilm „Der ewige Jude“ finden. In diesem Film wurde eine Szene mit Ratten mit folgendem Text unterlegt: „Wo Ratten auch auftauchen, tragen sie Vernichtung ins Land, zerstören sie menschliche Güter und Nahrungsmittel. […] Sie sind hinterlistig, feige und grausam und treten meist in großen Scharen auf. Sie stellen unter den Tieren das Element der heimtückischen, unterirdischen Zerstörung dar – nicht anders als die Juden unter den Menschen“.

So bildete die sprachliche Gleichsetzung von Menschen mit Ratten bei den Nationalsozialisten die erste Stufe zur planmäßigen Vernichtung von Menschen. „Der Finanzminister hat damit eine sprachliche Grenze weit überschritten. Ich kann das nur so erklären, daß er inzwischen den Überblick über die Tragweite seiner Äußerungen verloren hat“, so Fuchs abschließend.

 

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