Nachlese zur Veranstaltung mit Petr Bystron und Václav Klaus am 21.07.2017

Wie war eigentlich die Veranstaltung mit Václav Klaus?

Geht es Ihnen auch so? Sie haben unsere Veranstaltungsankündigung gesehen, hier auf Facebook oder in der Zeitung, und hätten gerne wenigstens hinterher gewusst, wie die Veranstaltung denn eigentlich so war. Was hat der ehemalige tschechische Präsident denn nun gesagt?
Aber in der Presse ist mal wieder nichts dazu zu finden. Kein Wort. Nichts!
Stattdessen nur Berichte zur üblichen Gegendemonstration draußen vor der Tür. Als gäbe es zur eigentlichen Veranstaltung nichts zu sagen.

Das Schweigekartell

Nun, um ehrlich zu sein, wir kennen dieses Spiel schon. Was Ihnen unter dem Vorwand fairer Berichterstattung in der Presse geliefert wird, ist in Wirklichkeit nicht nur tendenziös, es ist ein Skandal. Man ist sich in Medienkreisen offenbar weitgehend einig, dass die AfD nicht stattfinden darf, zumindest aber nicht positiv stattfinden darf.

Auch kein Wort von dem auffällig großen Polizeiaufgebot zum Schutz der Veranstaltung. Da könnten ja Fragen aufkommen. Fragen danach, weshalb und vor wem die öffentliche Wahlkampfveranstaltung einer demokratischen Partei eigentlich geschützt werden muss. Fragen danach, ob es nicht eigenartig ist, dass zwar immer die AfD-Veranstaltungen geschützt werden müssen, aber nie die Veranstaltungen der Gegendemonstranten aus dem links-grünen Milieu. Die Antworten auf diese Fragen passen wohl nicht in das gerne gezeichnete Bild der AfD.

Weil die Presse ihrer Informationspflicht nicht nachkommt, informieren wir Sie also selbst.

Vor etwa 140 interessierten Zuhörern fand der Präsident im Saalbau Südbahnhof eindringliche und mahnende Worte:

“Zu Hause bin ich in den Medien immer wieder gefragt worden, warum ich in der letzten Zeit in Deutschland so oft rede. Meine Antwort ist relativ einfach: Deutschland ist – aus meiner Sicht – das heutige Schlachtfeld Europas. Es ist hier in Deutschland und nicht in den anderen Ländern Europas, wo das heutige europäische Dilemma, der heutige Konflikt über die Zukunft Europas gelöst wird – oder auch nicht. Ich bin mir nur nicht ganz sicher, ob die Deutschen Ihre heutige Rolle und Verantwortung in aller Breite, Tiefe und Wichtigkeit sehen und ob sie sich damit mit voller Aufmerksamkeit beschäftigen. Ob sie fähig sind, die enorme Manipulation und Indoktrinierung, die die heutigen europäischen politischen Eliten vor unseren Augen verwirklichen, zu durchschauen.“
(…)
„Man kann heute ohne Übertreibung über einen Krieg in Europa sprechen. Die Schlachtformationen, die auf beiden Seiten auftreten, sind uns allen gut bekannt: auf der einen Seite, und das ist meine Seite, steht Freiheit, Demokratie, traditionelle Familie und das gewöhnliche, in der Geschichte bewährte, menschliche Benehmen, Souveränität der europäischen Nationalstaaten, Patriotismus, Auslandsreisen und Auslandsaufenthalte statt Migration. Diese Seite ist relativ still, friedlich, höflich und zur Diskussion bereit.

Auf der anderen steht politische Korrektheit, Multikulturalismus und Humanrightismus, Feminismus, Genderismus und die Aggressivität des Homosexualismus, Massenmigration, Frau Merkel, die Herren Juncker und Schulz, nicht freiwillige und nicht spontane Unifizierung, Zentralisierung, Harmonisierung und Standardisierung Europas, Kontinentalismus, und der Kulturmarxismus der Frankfurter Schule. Diese Seite ist arrogant, aggressiv und monologisch. Leider hat sie lautere Sprachrohre und stärkere Artillerie zur Verfügung.

Diese stilisierte Beschreibung ist von mir keine absichtliche Karikatur oder Verflachung der heutigen europäischen Situation. So übersichtlich sind die Karten in Europa heute verteilt. Wir sollten nie zulassen, dass diese Klarheit und Übersichtlichkeit vernebelt werden.

Für uns, für die tschechischen und deutschen Demokraten, bleiben nur die Argumente. Die sind aber zur Zeit nicht einfach zu präsentieren. Das freie Denken wird immer mehr unterdrückt. Die Debatte, die in den Medien und in der Politik stattfindet, ist nicht repräsentativ. Die Propaganda regiert. (…)In meiner Lebensgeschichte habe ich es schon mal erlebt. Es war in den kommunistischen Zeiten.“

Soweit einige Auszüge aus der Rede.
Die gesamte Rede des Präsidenten finden Sie unter diesem Link: https://www.klaus.cz/clanky/4142

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